DIE RIESEN KOMMEN
DIE RIESEN KOMMEN
Ein Märchen für Berlin – erzählt von Royal de Luxe
Berliner Festspiele
1. bis 4. Oktober
unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt
täglich ca. 10:00–12:00 und 15:00–18:00
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DIE RIESEN KOMMEN
Ein Märchen für Berlin – erzählt von Royal de Luxe
Berliner Festspiele
1. bis 4. Oktober
unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt
täglich ca. 10:00–12:00 und 15:00–18:00
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Miguel Aguirre, Sabine Dehnel, Ana de Matos, Peter Granser, Dani Marti, Luis Molina-Pantin, Erwin Olaf, Jesús Segura, Thomas Zollinger
Co-Kurator Paco Barragán
Samstag, 6. Juni 2009, 17 h
Eröffnung mit Performance von Thomas Zollinger
Die Ausstellung dauert vom 7. Juni – 26. Juli 2009. Führung durch die Ausstellung mit Kristina Gersbach am Donnerstag, 25. Juni 2009, 18 h
Kunsthalle Winterthur, Marktgasse 25, 8400 Winterthur,
Mittwoch bis Freitag 12 – 18 h, Samstag / Sonntag 12 – 16 h
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. Jens Brand, Heath Bunting, Raffaella Chiara, Hans Danuser, Kerstin Ergenzinger, Thomas Flechtner, Hamish Fulton, Arno Hassler, Richard Long, Ursula Palla, Peter Piller, Christoph Rütimann, Gerry Schum, Roman Signer, Studer/ van den Berg, Hannes Vogel, Lydia Wilhelm


Ursula Palla
Smokeball konstruierte dazu ein Rad, welches über Gips rollte und so das Säntismassiv prägte.
Die Welt ist geschrumpft, seit digitale Technologien und das World Wide Web darin Einzug gehalten haben. Geografische Distanzen und Zeitzonen lassen sich durch immer leistungsfähigere Möglichkeiten elektronischer Datenübertragung überwinden. So zumindest kommt es uns vor. Denn die weissen Flecken auf der Landkarte gibt es nach wie vor. Auch GPS Systeme können uns nur an Orte lotsen, die bereits registriert, beschriftet und eingeordnet wurden.
Der Wunsch, die Welt zu vermessen und sie dadurch nicht nur zu verstehen, sondern auch zu kontrollieren, ist so alt wie die Menschheit selbst. Durch die Digitalisierung hat die künstlerische Auseinandersetzung mit Mapping, Vernetzung und Kartografierung in den letzten Jahren an enormer Aktualität gewonnen. Dabei offenbaren sich in den Arbeiten der hier versammelten in- und ausländischen KünstlerInnen konstruktive Unschärfen, hervorgerufen durch die Subjektivität der Messenden und die beunruhigende «stetige Bewegung dessen, was unbeweglich erscheint» (Deleuze). Denn die Vermessung der Welt ist kein rein dokumentarischer, sondern ein eingreifender und schöpferischer Akt, der nichts so zurücklässt wie es vorher war.
In dieser Ausstellung steht das Durchmessen, Erwandern und Abtasten von Raum im Zentrum, das sich anhand verschiedenster Medien und Strategien von realen Territorien bis zu virtuellen Landschaften erstreckt. Die Kuratorin Katharina Ammann stellt in ihrer ersten Themenausstellung im Bündner Kunstmuseum einen direkten Bezug zur überwältigenden Topografie des Kantons Graubünden her, die seit Jahrhunderten Künstler inspiriert und Landvermesser herausfordert.
. Jens Brand, Heath Bunting, Raffaella Chiara, Hans Danuser, Kerstin Ergenzinger, Thomas Flechtner, Hamish Fulton, Arno Hassler, Richard Long, Ursula Palla, Peter Piller, Christoph Rütimann, Gerry Schum, Roman Signer, Studer/ van den Berg, Hannes Vogel, Lydia Wilhelm
Die Welt ist geschrumpft, seit digitale Technologien und das World Wide Web darin Einzug gehalten haben. Geografische Distanzen und Zeitzonen lassen sich durch immer leistungsfähigere Möglichkeiten elektronischer Datenübertragung überwinden. So zumindest kommt es uns vor. Denn die weissen Flecken auf der Landkarte gibt es nach wie vor. Auch GPS Systeme können uns nur an Orte lotsen, die bereits registriert, beschriftet und eingeordnet wurden.
Der Wunsch, die Welt zu vermessen und sie dadurch nicht nur zu verstehen, sondern auch zu kontrollieren, ist so alt wie die Menschheit selbst. Durch die Digitalisierung hat die künstlerische Auseinandersetzung mit Mapping, Vernetzung und Kartografierung in den letzten Jahren an enormer Aktualität gewonnen. Dabei offenbaren sich in den Arbeiten der hier versammelten in- und ausländischen KünstlerInnen konstruktive Unschärfen, hervorgerufen durch die Subjektivität der Messenden und die beunruhigende «stetige Bewegung dessen, was unbeweglich erscheint» (Deleuze). Denn die Vermessung der Welt ist kein rein dokumentarischer, sondern ein eingreifender und schöpferischer Akt, der nichts so zurücklässt wie es vorher war.
In dieser Ausstellung steht das Durchmessen, Erwandern und Abtasten von Raum im Zentrum, das sich anhand verschiedenster Medien und Strategien von realen Territorien bis zu virtuellen Landschaften erstreckt. Die Kuratorin Katharina Ammann stellt in ihrer ersten Themenausstellung im Bündner Kunstmuseum einen direkten Bezug zur überwältigenden Topografie des Kantons Graubünden her, die seit Jahrhunderten Künstler inspiriert und Landvermesser herausfordert.
Bündner Kunstmuseum Chur
Ausstellung
11. April bis 7. Juni 2009
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Valentin Magaro
19. April – 24. Mai 2009
Eröffnung Samstag, 18. April 2009, 17 h
Die Trennung zwischen lebloser Materie und beseeltem Lebewesen ist bei Valentin Magaro alles andere als eindeutig; skurrile Bauten scheinen einem selbstorganisierten Wachstum zu entspringen, während der Mensch stets stark schematisiert auftaucht. Wenngleich eine ikonografische Interpretation, die aufgrund der Bedeutung einzelner Bildmotive funktionieren würde, keine adäquate Annäherung an die Bildwelten von Magaro ermöglicht, so ergibt sich aus medialen und strukturellen Strategien der Bildfindung dennoch eine inhaltliche Rahmung, in der die einzelnen Bildelemente absolut evident erscheinen. Das Spiel zwischen einerseits suggeriertem, andererseits nicht bezeichenbarem Sinn ist für Magaros künstlerische Auseinandersetzung zentral und eröffnet bei aller Offenheit eine sehr verbindliche, inhaltliche Dimension. Deutlich wird dies bereits in der Kombination eines bildnerischen Formfindungsprozesses, der eigentlich einem digitalen Medium entstammt, und dessen handzeichnerischen Umsetzung: Das korrekt angewandte Handwerk der wissenschaftlichen Zeichnung transformiert sich durch die Art und Weise, wie damit verfahren wird gemäss der Logik digitaler Bildproduktion in etwas vollkommen Absurdes. Die Ausstellung in der Kunsthalle zeigt Malerei und eine grosse Auswahl an neuen Zeichnungen; besonders interessant sind ausserdem die modellartigen Skulpturen, mit denen sich Magaro erstmalig im dreidimensionalen Raum bewegt. Parallel zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche monografische Publikation bei Arnoldsche Art Publishers.
Kunsthalle Winterthur, Marktgasse 25, 8400 Winterthur, 052 267 51 32, www.kunsthallewinterthur.ch, info@kunsthallewinterthur.ch,
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Pipilotti Rist im New Yorker MoMa. (Ausschnitt aus dem Video) (Bild: MoMa )
(sda) Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York zeigt seit Mittwoch ein neues Kunstwerk von Pipilotti Rist. Die kühne Installation erfülle alle Hoffnungen, die das MoMA in Rist gesetzt habe, sagte Museumsdirektor Glenn Lowry. Schon bevor der Umbau des 2004 wiedereröffneten Museums fertig gewesen sei, habe man sich überlegt, welche Künstler am besten mit den neuen Räumlichkeiten spielen könnten, sagte Lowry am Dienstag im MoMA. Die Erste auf der Liste sei Pipilotti Rist gewesen.
Die innovative Mischung aus Skulptur, Raumgestaltung und Video im riesigen Atrium des Museums verwandle den Raum und besteche mit atemberaubend schönen Bildern. Der grosse technische Aufwand hinter dem Projekt namens «Pour Your Body Out» - zu deutsch etwa «Giesse Deinen Körper aus» - sei nicht zu sehen, es wirke leicht und erfrischend. Der Kurator der Ausstellung, Klaus Biesenbach, sagte, Rist sei es gelungen, in der Installation ihre Kunst und das Museum eins werden zu lassen. Dies sei angesichts der anderen Werke in der Eingangshalle des Museums nicht leicht: Da ein Juan Miró, dort ein Van Gogh und neu nun ein Pipilotti Rist.
Die Schweizer Künstlerin bedankte sich beim Museum und dem Team der Mitarbeiter, die über drei Wochen am Aufbau der Ausstellung in MoMA arbeiteten. Sie freue sich nun vor allem darauf, die Reaktionen aus dem Publikum zu hören, sagte Rist, bevor sie sich unter die Museumsbesucher mischte.
Das MoMA hat die Installation gekauft und zählt sie nun zu ihrer Sammlung. Als Hauptsponsor der Ausstellung, die laut Rist ein Gesamtbudget von rund einer Million Franken hat, zeichnet die Schweizer Grossbank UBS.
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Tourismus ist längst zu einem grundlegenden Phänomen unserer mobilen Weltgesellschaft geworden. Die Spuren, die von Reisenden überall auf der Welt hinterlassen werden, sind sowohl Zeugnis einer stetig wachsenden Tourismusbranche als auch der Anfang einer globalen Bewegung, die den zeitgenössischen Menschen und die von ihm durchquerten Räume umfassend verändert. In der Ausstellung „All-Inclusive. Die Welt des Tourismus“, die vom 30. Januar bis 4. Mai 2008 in der Schirn zu sehen ist, werden Phänomene des Tourismus in zahlreichen künstlerischen Arbeiten dargestellt und kritisch hinterfragt. Dokumentationen, Parodien und künstlerische Verfremdungen klassischer touristischer Motive und Traumvorstellungen verknüpfen sich mit Themen wie Migration, Tourismuswirtschaft und globaler Kommunikation. Zu den rund 30 international bekannten Künstlerinnen und Künstlern, die an dem von Matthias Ulrich kuratierten Ausstellungsprojekt beteiligt sind, zählen u. a. Michael Elmgreen und Ingar Dragset, Ayşe Erkmen, Peter Fischli und David Weiss, Tracey Moffatt, Jonathan Monk, Santiago Sierra und Thomas Struth.
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Edward Steichen, Gary Cooper, 1930 Courtesy Condé Nast Archive
© 1930 Condé Nast Publications
Das Kunsthaus Zürich zeigt den grossen amerikanischen Fotografen des 20. Jahrhunderts von einer unbekannten Seite. Vierzig Jahre nach seinem Tod gelangen Edward Steichens (1879-1973) Original-Abzüge für «Vanity Fair» und «Vogue» erstmals ans Licht der Öffentlichkeit. Die 1920er- und 1930er-Jahre waren der Höhepunkt in Steichens fotografischer Karriere. Unter den Arbeiten, die er für die Zeitschriften des Verlags Condé Nast schuf, finden sich einige seiner beeindruckendsten.
11. Januar – 30. März 2008
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Museum Tinguely, Basel : 16. Januar bis 4. Mai 2008
Erstmals in der Schweiz präsentiert das Museum Tinguely umfassend das Werk Hannah Höchs (1889–1978), der einzigen Mitstreiterin von Dada Berlin: Die Ausstellung reicht von den frühen Werken aus der Dada-Zeit während und nach dem Ersten Weltkrieg über das vielfältige Schaffen aus den zwanziger Jahren, als Höch in Kontakt mit vielen wichtigen Künstlerinnen und Künstlern der Avantgarde wie Kurt Schwitters, Hans Arp, Theo van Doesburg stand. Teilweise in Zusammenarbeit mit diesen entstanden meisterhafte, tiefsinnige und ironische Collagen. Die im Geheimen entstandenen Werke der dreissiger und vierzigeJahre mit ihrer verschlüsselten Kritik an der Herrschaft der Nationalsozialisten werden ebenso gezeigt wie die wenig bekannten späten Arbeiten. Letztere scheinen in Motiven und Farbgebung die Pop Art vorwegzunehmen und reagieren auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine Abteilung über Hannah Höchs Garten – ein Motiv, das sich im Werk der Künstlerin durchgehend findet – schliesst die Ausstellung ab. Eine Ausstellung mit Werken Hannah Höchs ist im Museum Tinguely Basel am rechten Ort, hat dieses doch in den letzten Jahren immer wieder das Schaffen bedeutender Dada-Künstler gezeigt. Höch ist aber auch als Verfechterin konsequenten Eigensinns dem vom Anarchismus inspirierten Kinetiker Tinguely nahe.
Hannah Höch, Album, 1933
Collage auf Zeitschriftenseite: 36 x 28 cm (1 von 114 S.) Berlinische Galerie. Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Erworben aus Mitteln der Stiftung DKLB, Berlin 1979 © 2008 ProLitteris, Zürich. © Foto: Archiv der Berlinischen Galerie und Markus Hawlik
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Roman Signer: Wasserstiefel • Farbfotografie auf Aluminium • 1986
© SMB, Friedrich Christian Flick Collection • Foto: Marek Rogowiec.
Die Ausstellung mit Werken aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und Leihgaben aus dem Besitz des Künstlers ist die erste umfassende Vorstellung des Künstlers Roman Signer in Berlin. Mit Objekten, Zeichnungen, Fotografien, Super-8-Filmen und Videos gibt die Ausstellung einen repräsentativen Einblick in sein bis in die frühen 1970er Jahre zurückreichendes Gesamtwerk. Anläßlich seines Auftritts in Berlin hat der Künstler im Sommer 2007 eine Aktion im Landschaftspark von Wörlitz durchgeführt; der in Wörlitz entstandene Film ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Die in enger Zusammenarbeit mit Roman Signer konzipierte Ausstellung wird in Halle 2, Halle U 2 und im Korridor der Rieckhallen gezeigt; im Innenhof des Hamburger Bahnhofs realisiert der Künstler die Außenskulptur „Kieskegel und Kajak“, 2006/2007.
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paraSITE: Michael Rakowitz
paraSITE ist ein Projekt, das Obdachlosen aus Cambridge, Boston, New York City und Baltimore auf Wunsch individuelle, aufblasbare Behausungen aus provisorischen Materialien, die leicht auf der Straße zu bekommen sind (z.B. Plastiktüten, Klebeband) anbietet. Das Design der von Beduinen-Zeltlagern inspirierten beheizten Doppel-Membran-Unterkünfte (Materialkosten: 5 Dollar), die - vergleichbar mit biologischen Parasiten - von der Straße aus mit einem Schlauch an den Abluftdurchlass von Klimaanlagen in den Fenstern von Wohnungen angeschlossen werden (wodurch sie sich aufrichten und im Inneren erwärmen), erarbeitet Rakowitz mit den Obdachlosen, an die er bislang über 30 maßgeschneiderte, spezialangefertigte Prototypen des paraSITE-Zeltes frei verteilte. Gedacht als praktische Hilfe, öffentliche Wahrnehmung eines nationalen Problems und soziale Kritik, funktionieren diese Unterschlüpfe nicht nur als vorübergehende Orte der momentanen Milderung und des Rückzugs, sondern auch als Stationen des Dissens und der eigenen Kraft wie auch als Werkzeuge des sichtbaren Protests, die eine Verweigerung zur Kapitulation kommunizieren und die unakzeptablen Umstände, unter denen Obdachlose in der Stadt leben, sichtbarer machen (obdachlose Benutzer schrieen sogar Parolen wie “Wir schlagen dich, Onkel Sam!”). Bald geriet diese “Heftpflaster-Lösung” als “erweiterte Form des Privateigentums” in starke Kontroversen, als der frühere New Yorker Oberbürgermeister Rudolph Giuliani nach Einführung seiner Anti-Homeless-Laws die Benutzung jeder Struktur, die höher als dreieinhalb Fuß war, als Akt illegalen Zeltens ahnden ließ. Michael McGee entwarf mit Rakowitz eine Unterkunft, die als eine Art Schlafsack oder “Körpererweiterung” sehr niedrig war, sodass sich der Polizist, der ihm einen Strafzettel verpassen wollte, durch Nachmessen und Feststellen der eingehaltenen gesetzlichen 3,5 Fuß Grenzhöhe von dannen machen musste.
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