Frankenstein bei Smokeball
Die Theatergruppe der Kantonsschule Zofingen inszenierte unter der Leitung von Heinz Schmid ein Theaterstück in den Produktionsräumen von Smokeball: «Frankenstein – Szenen aus dem Alltag» nach Wolfgang Deichsel.
Frankenstein, die Verkörperung des künstlichen Menschen. Ein an sich absurder Gedanke. Aber inwieweit unterliegt nicht die ganze Gesellschaft Einflüssen, deren Ursprung man nicht genau orten kann? Manipulationen, von denen niemand genau weiss, wo sie herkommen? Ist der Mensch noch Mensch oder ist der Mensch Maschine?
Donnerstag, Freitag und Samstag strömten die Zuschauer in die kühle Industriehalle.
Diesen Grundfragen menschlichen Daseins ist die KSZ-Theatergruppe in einer neu inszenierten Produktion nach dem Stück von Wolfgang Deichsel auf den Grund gegangen. Ist Freiheit eine Illusion? Und wenn ja, wer sorgt dafür, dass diese Illusion so verbreitet ist? Gibt es eine Freiheit hinter der Illusion, wenn man gnadenlos alle Schranken vernichtet hat? Eine Freiheit, die wirklich frei macht? Nur wer die Manipulation sieht, kann an die Freiheit dahinter glauben. Frankenstein deckt Geheimnisse auf, holt jene Seiten aus dem Buch des Lebens hervor, die unter strengem Verschluss stehen, und legt sie offen auf den Schreibtisch.
Während zwei Wochen wurde in der Smokeball-Halle geprobt und improvisiert. Ein Raum wurde zur Garderobe umfunktioniert.



