Archiv des MonatsFebruary, 2006

Frankenstein bei Smokeball

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Die Theatergruppe der Kantonsschule Zofingen inszenierte unter der Leitung von Heinz Schmid ein Theaterstück in den Produktionsräumen von Smokeball: «Frankenstein – Szenen aus dem Alltag» nach Wolfgang Deichsel.

Frankenstein, die Verkörperung des künstlichen Menschen. Ein an sich absurder Gedanke. Aber inwieweit unterliegt nicht die ganze Gesellschaft Einflüssen, deren Ursprung man nicht genau orten kann? Manipulationen, von denen niemand genau weiss, wo sie herkommen? Ist der Mensch noch Mensch oder ist der Mensch Maschine?

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Donnerstag, Freitag und Samstag strömten die Zuschauer in die kühle Industriehalle.

Diesen Grundfragen menschlichen Daseins ist die KSZ-Theatergruppe in einer neu inszenierten Produktion nach dem Stück von Wolfgang Deichsel auf den Grund gegangen. Ist Freiheit eine Illusion? Und wenn ja, wer sorgt dafür, dass diese Illusion so verbreitet ist? Gibt es eine Freiheit hinter der Illusion, wenn man gnadenlos alle Schranken vernichtet hat? Eine Freiheit, die wirklich frei macht? Nur wer die Manipulation sieht, kann an die Freiheit dahinter glauben. Frankenstein deckt Geheimnisse auf, holt jene Seiten aus dem Buch des Lebens hervor, die unter strengem Verschluss stehen, und legt sie offen auf den Schreibtisch.

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Während zwei Wochen wurde in der Smokeball-Halle geprobt und improvisiert. Ein Raum wurde zur Garderobe umfunktioniert.

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Zweites «Bernsteinzimmer» fertiggestellt

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90 Kisten voll Kunst: Das «Bernsteinzimmer» wird für die Reise nach Wiesbaden flott gemacht.

Smokeball hat eine zweite, identische Konstruktion des «Bernsteinzimmers» der Schweizer Künstlerin Ingeborg Lüscher fertiggestellt und fachgerecht für den Versand nach Wiesbaden verpackt. Dort wird die Installation ab 14. Mai 2006 im Museum Wiesbaden zu sehen sein. Für das zweite «Bernsteinzimmers» hat Smokeball wiederum 10′000 Stück SOLE-Kernseifen verarbeitet. Nach dem Aufbau wird das Zimmer 4 Meter breit, 4 Meter tief und 3,5 Meter hoch sein. Es besteht aus 350 Segmenten, von denen jedes einzelne von hinten mit einer FL-Lampe durchleuchtet wird. Zusammen benötigen die verwendeten Leuchtröhren 12′000 Watt Leistung. Die gesamte Installation wurde nun in 90 solide Transportkisten verpackt, die einen ganzen Sattelschlepper fast bis auf den letzten Zentimeter füllen. Smokeball lässt die fünfeinhalb Tonnen Material Ende Februar nach Wiesbaden transportieren, wo dann umgehend der Aufbau beginnt.

Diashow: Das Bernsteinzimmer, zerlegt und eingepackt

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Kernseife zum Strahlen gebracht

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Blick in das honiggelb lichtdurchflutete «Bernsteinzimmer» der Künstlerin Ingeborg Lüscher.

Mit «Verzauberung auf Zeit» im Crystal Showcase der Swarovski Kristallwelten in Wattens bei Innsbruck verwirklichte der im Februar 2005 verstorbene Schweizer Kurator Harald Szeemann eines seiner letzten grossen Ausstellungsprojekte. Eines der zentralen Elemente der 2004 eröffneten Schau ist das «Bernsteinzimmer» der Schweizer Künstlerin Ingeborg Lüscher, Witwe des Kurators. Entstanden ist die Installation in der Zofinger Fertigungshalle von Smokeball.

Das «Bernsteinzimmer» ist Lüschers zeitgenössische Interpretation des mythischen Barockkunstwerkes. Die Künstlerin hat das Kabinett von Smokeball aus 10000 Kernseifenstücken der italienischen Marke SOLE nachbauen lassen. Eine dahinter angebrachte Beleuchtung bringt den honiggelben Raum zum Strahlen. Während das «Bernsteinzimmer» in den Swarovski Kristallwelten noch bis Anfang 2007 ausgestellt bleibt, erhält eine zweite, identische Installation Lüschers in diesen Tagen bei Smokeball in Zofingen den letzten Schliff und geht danach auf die Reise ins Museum Wiesbaden.

Flickr-Diashow: Lüschers «Bernsteinzimmer», realisiert von Smokeball

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Vorschau: Serge Spitzer in Bern

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Serge Spitzers Installation «Global Culture»: Tisch und Ball bleiben in ständiger Bewegung. Dank ausgeklügelter Steuerung fällt der Ball nie von der Platte.

Unter dem Titel «Um die Ecke - Round the Corner» widmet das Kunstmuseum Bern dem New Yorker Künstler Serge Spitzer ab 22. März 2006 eine Ausstellung. Die kommende Schau zeigt Spitzers Beitrag zur «Rundlederwelten»-Ausstellung in Berlin, die Installation «Global Culture» (Bild), die von Smokeball realisiert wurde. Ausserdem präsentiert das Kunstmuseum Bern Zeichnungen Spitzers, darunter zwei grosse Wandzeichnungen, sowie – in einem ganz neuen Ausstellungsmodus - die Arbeit aus transparenten Kunststoffröhren, die im Pavillon der Schweizerischen Nationalbank an der Expo.02 in Biel zu entdecken war.

Serge Spitzer: Um die Ecke - Round the Corner; Mittwoch, 22. März - Sonntag, 21. Mai 2006, Kunstmuseum Bern

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