Archiv des MonatsMay, 2006

“Nothing” in New York

nothing pipilotti rist

Vor gut drei Jahren schickten wir, sorgfältig verpackt in einer speziell angefertigten Kunstkiste, „Nothing“ von Pipilotti Rist, per Luftfracht nach New York. Die Rauchblasenmaschine ging dann in eine Wanderausstellung, unter anderem wieder nach Europa ins Gemeentemuseum Helmond in Holland. Nach den verschiedenen Stationen war der Zustand von „Nothing“ ungewiss. Die Maschine wurde an einen privaten Sammler verkauft und verschwand vor zwei Jahren in einem Kunstlager in New York. Dieser Tage bin ich nun nach New York gereist, um die Maschine wieder zum Leben zu erwecken und allfällige Schäden zu beheben. „Nothing“ ist somit wieder fit und kann die Reise an ihr neues Zuhause antreten. Man darf also gespannt sein, denn bald werden „Nothings“ über Long Island wehen.

nothing pipilotti rist

Kommentare (66)

Zeitrahmen

19.05.2006 028.JPG.jpg

Input-Output und vor allem was dazwischenliegt, ist das Thema, das sich der Aargauische Werklehrerverband AWL zu seinem 20-jährigen Bestehen gab. Jedes Mitglied baute in einem Holzrahmen von 40 x 40 cm ein bewegtes Bild mit einem ablaufenden Ereignis. Diese Bewegung wird ausgelöst durch den Input des Vorgängers und endet mit einem Output für den nächsten Zeitrahmen. Die Holzrahmen haben ganz unterschiedliche Antriebsformen: Elektrokraft, Federkraft, Schwerkraft und Auftriebkraft sind die Elemente, die das Ereignis antreiben. Jedermann ist herzlich willkommen zum Start von Input-Output am Samstag, 20. Mai 06 um 16 Uhr im Schützenhaus in Zofingen. Hannes gab uns einen kleinen Einblick in die faszinierende Generalprobe, das sehr an “Lauf der Dinge” von Fischli Weiss erinnert.

Kommentare (372)

Oscar Niemeyer

DSC04404.JPG
Magischer Ort mit unglaublicher Ausstrahlung.

Le Corbusier soll von Oscar Niemeyer, dem Architekten Brasilias, gesagt haben, er trage die Landschaft seiner Heimatstadt Rio de Janeiro mit ihren wild aus dem Meer, der Küste und dem Urwald brechenden Felsen permanent in seinen Augen. Der neueste, erst kürzlich fertig gestellte Bau des inzwischen neunzigjährigen Altmeisters in Niterói zeigt, was Le Corbusier damit gemeint haben könnte. Wie schon früher im Werk Oscar Niemeyers werden auch dieses Mal Natur und Architektur in einer magischen Art und Weise eins. Ich hab das unglaubliche Gebäude in einer Werbung gesehen. Mit dem Taxi gut 50 Minuten von Rio de Janeiro entfernt, haben wir es gefunden. Ein magischer Ort mit einer unglaublichen Ausstrahlung.

DSC043961.JPGDSC04371.JPG
Das Museum für Gegenwartskunst im brasilianischen Niterói. Architekt: Oscar Niemeyer

Kommentare (943)

Lass einen Zweig von weißem Flieder in Südafrika

DSC04426.JPG.jpg

Lass einen Zweig von weißem Flieder in Südafrika. Eine wunderschöne Ausstellung von Ingeborg Lüscher, die im Museum Wiesbaden am vergangenen Sonntag (14. Mai) eröffnet wurde: the play is everywhere - FUSION II, eine faszinierende Auseinandersetzung mit einem Urbedürfnis des Menschen: der weltweiten inneren Notwendigkeit des Spielens – des Fussballspielens. Neben dem Bernsteinzimmer, das von Smokeball realisiert wurde, findet man auch, aus leuchtend gelben Plastikbändern gewickelt, Die Hängenden Gärten der Semiramis. Eine unglaubliche faszinierende Arbeit, die mich sehr berührt hat. Im Zusammenspiel mit Skulpturen Fotografie und Video hat Ingeborg Lüscher eine sehr feine, aufeinander abgestimmte Auswahl von faszinierenden Arbeiten getroffen.

DSC04432.JPG.jpgDSC04425.JPG.jpg

Kommentare (8040)

OBRIGADO

DSC03955.JPG.jpg

Rio de Janeiro lässt grüssen. Peter, seine Frau und ich reisten nach Brasilien, um „Global Culture“ von Serge Spitzer in Rio aufzubauen. Die Ausstellung FUTEBOL war in der Banco de Brasil und wurde von Alfons Hug organisiert. Die Räumlichkeiten, in denen wir „Global Culture“ installieren konnten, waren einfach traumhaft. Zum Pressetermin kamen der deutsche Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier (rechts aussen) und der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil (2. von rechts), um die gelungene Ausstellung als Erste zu geniessen. Aber die vielen Journalisten, Kameras und Scheinwerfer waren doch eher anstrengend. 

DSC04237.JPG.jpgDSC04205.JPG.jpg

Neben der langen und anstrengenden Reise blieb uns doch noch genügend Zeit, um Rio einwenig zu erkunden. Nach getaner Arbeit, bei Sonnenuntergang, genossen wir neben den unglaublichen Aussichten auch die zahlreichen Sorten von Caipirinhas. Leider liegt Rio de Janeiro zu weit weg, doch es ist wirklich jederzeit eine Reise wert.
10.05.2006 Dimitri

DSC04408.JPG.jpgDSC04412.JPG.jpg

Kommentare (1360)